2022
Neubau Büro-/Wohngebäude AIHK Aarau
Neubau Büro-/Wohngebäude AIHK

Konzept
Die alteLiegenschaft mit ihrer neoklassischen Fassade liegt an einer Hauptachse nach Aarau. Das Quartier hat sich in den letzten Jahrzehnten stark verändert und es sind diverse moderne Neubauten entstanden. Dennoch gibt es auch noch Altbauten, welche eine Kontroverse zwischn Alt und Neu bilden. Der Entwurf nimmt diese Kontroverse auf und bewahrt die Hauptfassade. Diese wird in einem, dem Zeitgeist folgenden, modernen, nachhaltigen und repräsentativen 3-stöckigen Bürobau integriert. Das neue Bürogebäude nimmt den Strassenraum auf und bildet mit der rückspringenden, bestehenden Fassade ein Spannungsfeld zwischen Alt und Neu. Durch diesen Raum entsteht, nahe dem Strassenraum, ein Zugang zum neuen Bürogebäude der AIHK.
Im Rückraum, zum Quartier ausgerichtet, ist ein selbstständiger 4-stöckiger Wohnbau angegliedert. Dieser ist über das Treppenhaus mit dem Bürogebäude verbunden. Das Wohnhaus ist in der Höhe leicht tiefer. Damit unterordnet es sich dem Bürogebäude. Das Volumen passt sich den rückwertigen Gebäuden im Quartier an. Die Vertikalerschliessung wird mit einem zentralen Treppenhaus und zwei Liftanlagen sichergestellt.
Der Entwurf nimmt Rücksicht auf eine allfällige Erweiterung.
(Text aus Wettbewerb-Plakat)

2022
New Clubhouse GC Entfelden
Neubau Clubhaus, Golfclub Entfelden

Situation
Die Schwierigkeit ist die Anbindung an die bestehenden Bauten, die Einordnung in der unmittelbaren Umgebung sowie die Entflechtung der verschiedenen Bewegungsströme – Golfspieler, Golfcaddys, Parkierung, externe Besucher (Anlässe, Meetings, Restaurant), Hotelgäste, Anlieferung Golfclub und Hotel etc.
Die vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten verlangen auch im Gebäude nach einer Entflechtung der Besucherwege. Dem gegenüber stehen die zentralisierten und organisatorisch sinnvoll angelegten Infrastrukturen wie Küche, Office, Lagerräume. Es muss darauf geachtet werden, dass die verschiedenen Räumlichkeiten wie Restaurant, Meetingräume, Hotelpavillons, Terrasse optimal und in kurzer Zeit bedient werden können.

Gestaltung
Das Projekt nimmt mit den Fassaden die Ausrichtung/Achsen der angrenzenden Bauten auf. Durch die bestehenden Pavillons ist der Bezug zum Golfplatz eingeschränkt, was den Vorschlag bestärkt, die Terrasse und damit den Sichtbezug zum Platz in der Höhenlage beizubehalten. Dank dieser Höhenanordnung steht das neue Projekt zentral und leicht über der gebauten Umgebung. Das Projekt nimmt mit Form und Materialwahl Bezug auf die bestehenden Gebäude. Helle, offene, flexible Räume mit Sicht nach Aussen und Innen führen zu Grosszügigkeit. Kurze Wege sollen das Arbeiten erleichtern.
Die Anfahrt der Besucher führt über die Rondelle des Clubhauses, die das Loch 19 manifestiert. Über die grosszügige Treppe oder aber auch über den ebenerdigen Zugang auf der Westseite gelangt der Besucher in das Gebäude. Alle Hauptnutzungen wurden auf das Niveau der Terrasse gehoben. Via zentrales Treppenhaus gelangen die Gäste horizontal oder vertikal in alle Publikumsräume. Im Aussenraum gibt es diverse Plätze, die dem Verweilen dienen, wie die eigentliche Restaurant-Terrasse mit Blick auf das Putting Green, die Sitzstufen näher am Green, der Biergarten unter den Platanen, die unter dem Vordach befindliche Rooftop-Bar oder die beiden Terrassenbereiche der Pavillons. Im Innern wird auf eine helle und freundliche Ausgestaltung der Räume geachtet. Mit einer Feuerstelle im Restaurant und Club sowie einem verglastem Weinraum wird das angenehme Ambiente unterstützt. Das grosse Vordach dient dem sommerlichen Wärme- und Witterungsschutz. An der Konstruktion können diverse verstellbare Storen, je nach Bedürfnis eingesetzt werden.

Materialisierung
Das Projekt passt sich in der Farbe und der Materialisierung den bestehenden Pavillons an. Der Sockel wird im dunklen Farbton gehalten, um die Leichtigkeit und Transparenz der beiden Hauptgeschosse zu betonen. Die Fassaden sind weiss verputzt oder mit Metall verkleidet. Der Bezug zum Aussenraum wird mit grossen Glaselementen hergestellt. Das Dach hält die diversen Aussenräume und die vielfältigen Nutzungen innen und aussen «unter einem Dach» zusammen.
(Text aus Wettbewerb-Plakat)

2021
Buvette
Infrastrukturgebäude Brestenbergbad Seengen

Situation:
Das Grundstück liegt abseits der Hauptverkehrsachsen, in naher Gehdistanz zum Schloss Brestenberg direkt am See. Die Parzelle am See als Naherholungsgebiet wird von der Bevölkerung rege genutzt. Die Parkierung erfolgt beim Schloss.
Vom Parkplatz führen mehrere Fusswege direkt, sowie am See entlang, zum Strandbad. Für den Motorverkehr ist das Gebiet gesperrt, hat jedoch eine Anlieferungsmöglichkeit über den Badweg.

Parzelle:
Die Rasenfläche auf der Parzelle ist eingebettet zwischen waldartigem Baumbestand und öffnet sich mit dem Strand gegen Südwesten.
Das Grundstück ist von Wald umgeben und zeigt sich teilweise offen gegen den See hin. Der Seeweg welcher sich durch diesen Wald um die Parzelle legt, gewährt immer wieder Einblicke und lädt die Vorbeigehenden zum Verweilen ein.
Das öffentliche Strandbad verfügt über ein altes Duschhäuschen welches zentral auf der Wiese steht. Dieses müsste im Zuge der Arbeiten instandgesetzt werden. Verteilt auf der Parzelle befinden sich diverse Grillstellen, welche sehr beliebt sind. Diese werden erhalten und stehen den Besuchern weiterhin zur Verfügung. Eine breite Treppe ermöglicht den Zugang zum See oder dient als Sitzgelegenheit zum Verweilen.

Konzept:
Der pavillonartige Baukörper gliedert sich im hinteren Teil der Parzelle. Er nimmt die Besucher vom bestehenden Weg, welcher durch die Bäume führt, in Empfang. Das Objekt ist von drei Seiten her zugänglich und öffnet sich zur Liegewiese hin. Der Besucher kommt seitlich am Gebäude an, wo sich der Kiosk befindet. In das Innere gelangt er über einen Durchgang, welcher ihn in den offenen Innenbereich führt. Dieser dient als Drehscheibe und erschliesst alle öffentlichen Nutzungen wie Umkleide-/ Duschkabinen, Toilettenanlagen oder den Kiosk. Die massive, aus Beton bestehende Hülle, widerspiegelt die Standhaftigkeit eines Schlosses und gibt dem Besucher Schutz. Die Infrastruktur wird in leichten, abgekoppelten Boxen, als Skelettbau unter die massive Konstruktion gestellt. Der grosse Ausschnitt in der Mitte des Gebäudes, öffnet die Sicht nach oben und bringt Licht und Luft ins Innere. Die Buche holt die Natur ins Zentrum und lässt das Innen mit dem Aussen verschmelzen.

2020
Doppelkindergarten Marshmallow Seengen
Doppelkindergarten Marshmallow Seengen

Das Grundstück liegt abseits der Hauptverkehrsachsen, in naher Gehdistanz zur Schulanlage. Ein neuer Fussweg wird den Kindergarten mit dem Dorfzentrum verbinden. Die zwei Baukörper sind parallel zum Hang gesetzt und verschieben sich entlang des Zwischenbaus. Jeder Baukörper bildet einen Kindergarten. Die Erschliessung aller Räume erfolgt über den Zwischenbau. Die Verschiebung erlaubt es, auf die morgendliche Nutzung zu reagieren. Die Orientierung parallel zum Hang erlaubt das Definieren von Aussenräumen vor und hinter dem Haus. Dies gibt den Gruppen die Möglichkeit, sich ohne gegenseitige Ablenkung, unabhängig voneinander, im Freien zu bewegen.
Vorgelagert zum Haupteingang befindet sich der überdachte Aussenraum. Er dient sowohl als Pausenraum bei Regenwetter, als auch als Wartebereich bei der Ankunft der Kinder. Der Hauptunterrichtsraum bietet die Möglichkeit zur Bildung von Nischen. Seine grosszügige Verbindung zum Gruppenraum schliesst dessen separate Nutzung nicht aus, lässt aber auch die Integration in den Hauptraum zu.
Nebst der zum Spielen genutzten Rasenfläche soll ein Garten entstehen, in dem die Kinder die Natur erkunden können. Der schützende Zaun ist weitgehend in Hecken aus einheimischen Sträuchern versteckt. Die Hecke soll als Kriechgarten auch betretbar sein.
Die Aussenhaut des Kindergartens wird aus Holz konstruiert. Keller und Innenwände werden mit Kalksandstein und wo nötig mit Recyclingbeton erstellt. Der Boden wird mit Linoleum belegt. Das Dach wird begrünt, um den sommerlichen Wärmehaushalt zu verbessern.