Kirche Nußdorf

Die liturgische Neugestaltung der Pfarrkirche bietet die Möglichkeit diesen sakralen Ort auf mehreren Ebenen zu verbessern. Einerseits soll durch die präzise Positionierung von Altar und Ambo gemeinsam mit den Sedilien und dem Taufbecken ein neuer zentraler Ort geschaffen werden, an welchem die spirituelle Kraft der Liturgie spürbar wird. Andererseits soll durch die Wahl der Materialien die Würde der liturgischen Handlungen unterstützt und die Wechselwirkung der einzelnen Objekte verstärkt werden.

Ziel ist die Verbesserung des „inneren Städtebaus“ des Kirchenraumes. Der Bereich des Hochaltars wird auf die ursprüngliche Höhenlage zurückgeführt. Dadurch wird einerseits die Materialqualität des Originalbodens wieder sichtbar, andererseits werden die ursprünglichen Proportionen des Hochaltars und des Kommunionsgitters wiederhergestellt.

Durch die Positionierung von Ambo und Taufbecken im Bereich zwischen Kirchengestühl und

Kommunionsgitter wird ein neuer „Dorfplatz“ geschaffen, welcher die Gemeinschaft der

Kirchengemeinde stärkt. Der neue Altar in zentraler Lage steht im Dialog mit dem Ambo und dem Taufbecken und schafft somit eine verbesserte Einbindung des barocken Altarbereichs in den

Kirchenraum. Die Positionierung und Ausrichtung von Altar, Ambo und Taufbecken folgt dem

historischen Entwurf der Kirche.

Architectes
Geiswinkler & Geiswinkler
Année
2016

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